Zuhören

06. März 2010

Es gibt eine Kunst, die Kunst des Zuhörens. Eine Kunst, die immer weniger beherrscht wird. Was ist zu beachten, um ein/e gute/r ZuhörerIn zu werden?

  • Gutes Zuhören erspart mitunter etwas zu sagen, was nicht gesagt werden sollte oder muß.
  • Wer redet, sagt zwar viel; wer zuhört gewinnt viel.
  • Manches Argument ist über gutes Zuhören herauszufinden.
  • Selbst dann, wenn fundamentales Wissen vorhanden ist: es ist positiv, die andere Seite reden zu lassen, wir lernen nie aus! Denn Zuhören erweitert das eigene Wissen.
  • Zuhören bringt nicht nur wertvolle Zeit zum Nachdenken, sondern verschafft oftmals wertvolle Informationen.
  • Zuhören birgt die Chance, mehr persönliche Erfahrungen über den Redner/die Rednerin zu bekommen.

Helden?

01. März 2010

Helden haben ausgedient. Persönliche Schwächen dürfen sein, vor allem Männer dürfen sich diese erlauben, aber können es real nicht. In der anhaltenden Wirtschaftskrise sahen wir viele Helden straucheln, fallen, stürzen. Wir erlebten dies nicht nur im Wirtschaftsleben, sondern auch im Sport (Fußball). Da stellt sich natürlich die Frage, was haben Helden aus dieser Krise mitgenommen? Es geht hier nicht darum, Buhmänner (-frauen) aufzubauen, sondern sich auch bewusst zu machen, was Peter Drucker, Management Vordenker bereits vor Jahren sagte: nämlich: ..”wir überlasten die Menschen an der Spitze”. Zwar sind die heutigen Manager schon besser ausgebildet als die Generationen vor ihnen, aber sie sind konfrontiert mit einer zunehmenden Konkurrenz und zwar von allen Seiten, national und lgobal. Da nützt es nicht, die Depressionen, die Schlaflosigkeit, den Stress mit Tabletten wegzudrücken. Dauerhafte Überforderung kann so nicht gelöst werden. Wenn die Krise etwas aufgezeigt hat, dann hoffentlich die Erkenntnis, viel genauer hinzuschauen, was Helden antreibt.Führungskräfte  dürfen eben nicht nur den Optimierungsblick in das Unternehmen richten, sondern müssen auch nachhaltig die Verantwortung für ihr Tun – eben Raubbau mit menschlichen Ressourcen übernehmen. Leider fehlt es da häufig an Erkenntnis, denn es ist besorgniserregend zu beobachten, dass alles so weitergeht wie bisher.

Warum ist ein Chef/in gerne Chef/in? Oder auch nicht….

25. Februar 2010

Jeder spielt in seiner Berufsausübung unterschiedliche Rollen, ein Chef auch! In einer Umfrage zu Führungsrollen wurden deutsche Manager befragt, welche Rolle sie am liebsten ausüben(Akademie f Führungskräfte, Bad Harzburg –kostenlos zu downloaden).

Da stehen natürlich folgende Fragen an: Was verleiht der Führungsrolle ihren Reiz? Warum sind Männer und Frauen gerne in Positionen, die eine Menge unangenehme Situationen sowie lange Arbeitszeiten mit sich bringen? Schlicht und einfach: 96% der befragten Führungskräfte antworteten: es macht Spaß. Besonders beliebt ist die Rolle des Steuermanns, der sinnbildlich auf der Brücke steht und das Ruder in der Hand hält.

Frauen hingegen sehen sich gerne in der Rolle  der Mobilisiererinnen.

Generell zu kurz kommen die Rollen der Strategen, Talentförderer und Changemanager. Warum? aus zeitlichen Gründen.

Glücklicherweise belegt die Umfrage, dass Führung mehr als Beruf denn Berufung gesehen wird (obwohl sich manche berufen fühlen..). Es  gehen nur 14% der Befragten davon, ihre Führungsrolle optimal auszuüben. Wichtige persönliche Einschätzungen: zuwenig Zeit, zuviel Druck. Aber was tun Führungskräfte so den lieben langen Tag? REDEN. Wer hätte das gedacht. Denn gerade Mitarbeiter beklagen gern, dass ihre Führungskräfte zu wenig mit ihnen reden und auch kaum Zeit für sie haben. Laut  Studie können Führungskräfte jedoch in ihrer Rolle versagen, wenn sie den Kontakt zu ihren Mitarbeitern verlieren…immerhin: ohne Klima kein Kontakt!

Sympathiekundgebung….(1)

20. Februar 2010

Was ich Ihnen zeigen möchte in der Stadt, in der ich jetzt seit einem Jahr lebe? Starten wir. Und zwar mit der Tram quer durch München. Beginnend am Sendlinger Tor hin zum Nymphenburger Schloss. Während dieser Straßenbahntour bekommt der Besucher vielfältige Eindrücke geboten: wir fahren durch Straßenschluchten mit unterschiedlichster   Architektur, durch erkennbar verschiedene Stadtteile, entlang an vielen grünen Oasen. Zu entdecken ist während dieser Tour die Flächengröße der Stadt. Die Architektur, bestehend aus einer Mischung von modernen Bauten, normalen, grauen Wohnhäusern aber auch historischen Bauten, überdimensionierten Denkmälern sowie wunderschönen Fassaden aus der Jugendstilzeit. Diese Fassaden haben es mir angetan, zumal auf sie überall zu treffen ist, wenn man den Blick durch das Straßenbahnfenster schweifen lässt.

Fahrten mit der Tram geben auch ein Gefühl über die Menschen in dieser Stadt: wie sie sich verhalten, wie sie sprechen. Gerade hier in München sind die Menschen nach Vorstellung der Besucher eher grantig bis unfreundlich. Ich habe die andere Seite kennen gelernt. Hilfsbereit, auskunftsfreudig, wenn ich etwas wissen wollte. Eine witzige Mischung aus bayrischen Menschen (wie sie draußen in der Republik gern beschrieben werden), aus  sehr bodenständigen, aber auch sehr eleganten Menschen. Klar trifft man hier auch mal die Lederhose und das Dirndl. Wobei das eher zu Oktoberfestzeiten zu sehen ist.

Sprachlich eine Mischung zwischen Münchner Dialekt, oberbayrisch bis hin zu hochdeutsch. Wie schnell gewöhnen sich Zugereiste Worte an wie: Servus oder Grüß Gott.

Nach ungefähr 30 Minuten Fahrt unser Ziel: das Schloss Nymphenburg! Majestätisch wirkend,  wenn Sie darauf zulaufen und neugierig machend, was sich darin versteckt.

Der neue Mitarbeiter kommt….was nun?

14. Februar 2010

Auch in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten ist es realistisch, daß wir neue Mitarbeiter begrüßen können. Dabei sollte die Führungskraft bestimmte Dinge im Auge behalten, um den “Einstieg” für den der/die kommt,besser zu gestalten. Nichts ist schwieriger, als neu in eine Gruppe zu kommen (altersunabhängig … erinnern Sie sich einfach an Ihre Schulzeit).

Was also ratsam?

Führen Sie am ersten Tag ein Orientierungsgespräch mit dem/der neuen MitarbeiterIn. Dabei sollten Sie in die Firmenphilosophie einführen;

den Aufgaben- und Verantwortungsbereich detailliert zu beschreiben, und Ihre Erwartungshaltungen eindeutig benennen;

gemeinsam die Einführungswoche besprechen (Aufgaben zuteilen) und den ersten Feedback-Termin vereinbaren;

die ersten wichtigen Kontakte herstellen, idealerweise zu einer kleine Besprechungsrunde einladen, wo alle aus der Orga-Einheit die Gelegenheit haben, sich nochmal vorzustellen und “der Neue” ebenfalls. Wichtig ist, Offenheit herzustellen, um so von Beginn an eine Vertauensgrundlage zu schaffen;

idealerweise sollte dem/der Neuen ein Mentor zur Seite gestellt werden.

Leider zeigt die Realität, daß zuwenig Zeit für diese Einführung bleibt bzw. sich diese Zeit so gut wie selten genommen wird. So ist die erste Zeit oft ein “durchwurschteln”, was für keine Seite effizient oder effektiv ist.

Investieren  Sie sich für einander mehr Zeit, diese Zeit bekommen Sie doppelt zurück.

Wert-Schätzung

09. Februar 2010

Gibt es noch Wertschätzung? Was ist das denn? Wert-schätzen? Sachwert, welchen Wert? Ich meine hier, den anderen, die andere wert zu schätzen.

Anderen Menschen gegenüber Wertschätzung zeigen, indem ich mich ihnen zuwende, ihnen zuhöre, sie ernst nehme, unabhägig von dem Bild, was ich mir gerade von jemanden zusammen gebastelt habe. Aber wo erfahren wir noch Wertschätzung?

In der Politik wird von den “Menschen”, “Wählern” oder “Bürgern” gesprochen (ganz schön abgehoben). Bei der Bahn, indem wir Kunden, die brav ihre Fahrkarte bezahlt haben, im ICE von Frankfurt bis Würzburg STEHEN dürfen.

Im Kundengespräch bei Banken erfahre ich Wertschätzung dann wenn meine Kontostände den Vorstellungen der Bank entspricht. Im Laden und im Geschäft  erfahre ich Wertschätzung darüber, wie ich von der anderen Seite EINgeschätzt werde. Fragen über Fragen….

Nur Einschätzung ist nicht Wertschätzung. Ein Thema, was mich zunehmend umtreibt, weil ich die Erfahrung mache, daß die nach außen gerichtete Wahrnehmung und Selbstdarstellung in unserer Gesellschaft wahrscheinlich selten in der Lage ist, Wertschätzung zu leben und somit zu geben. Dabei ist es eine Haltung, zu der ich stehen sollte, unabhängig von der Hierarchie, dem Status und den Äußerlichkeiten.

“ja” sagen ist einfacher als “nein” sagen..

07. Februar 2010

Sag immer “ja” zum gegenwärtigen Moment.

Gib Dich dem hin, was ist.

Sag “ja” zum Leben -und schau, wie das Leben plötzlich beginnt für Dich zu arbeiten anstatt gegen Dich.

Eckhart Tolleoktober 2004 041

Autsch…

29. Januar 2010

Was seit Wochenbeginn durch die Presse geht: der durchschnittliche Patient in Deutschland besucht im Jahresdurchschnitt 18 mal einen Arzt.

Da versuchte ich mich auch mal in Mathematik: also wenn ich Ferienzeiten abziehe, dann ergeben sich so circa 3 Besuche im Monat. O jeh, dachte ich mir. Wie krank sind meine Mitmenschen! Einerseits kaum nachvollziehbar, zumal die Menschen, die ich kenne, doch alle ernährungsbewußt, super sportlich und biologisch aktiv ausgerichtet leben.

Andererseits: heute kann ich  schon mit der fertigen Diagnose vorstellig werden -dank google. Die Ärzte müßten im Grund dankbar sein, daß ihnen die mühsame Arbeit der Erstellung einer Diagnose abgenommen wird, und somit der ganze Arzt-Patient-Vorgang zeitlich zügig umgesetzt werden kann. Leider können sich die Menschen noch nicht Rezepte ausfüllen, wie wäre das doch praktisch!

Praxisgebühr sparen, Zeit sparen und vor allem Diskussionen zwischen Arzt-Patient sparen! Das was jedoch zu kurz käme: das Studium der yellow press. Ist das vielleicht ein Motiv dieser häufigen Besuche? Dann stehen in den Wartezimmern auch noch einladende Wasserspender, manchmal sogar Kaffeeautomaten. Fast so gemütlich wie zu Hause..vor allem, man ist nicht allein!! Man kann  Expertengespräche führen, fühlt sich endlich verstanden und verläßt  hoch motiviert die Praxis.

So gesehen bin ich heilfroh, daß ich keine Ärztin bin. Denn es erfordert Größe und Haltung, soviel Fach- und Sachverstand ertragen zu müssen…und das jeden Tag mehrfach!!!

Mathe-Nieten

26. Januar 2010

Ja, wer hätte das gedacht?

Nach einer Studie der Universität Chicago haben Wissenschaftler bahnbrechendes entdeckt: nämlich, daß Mädels von Natur aus keine schlechteren Rechnerinnen sind als Jungen!

Woran liegt es aber, daß wir von der Venus nach wie vor noch Probleme haben mit Mathematik und Naturwissenschaften? Die Studienzahlen belegen das  aktuell, es gibt noch immer zu wenig junge Frauen, die naturwissenschaftliche oder mathematische Fächer belegen.

Also die Gene oder welches Geheimnis mag wohl dahinter stecken? Ganz einfach: Die Schuldigen sind ausgemacht! Grundschullehrerinnen, die selbst in Mathematik schwächeln, geben diese Ängste den Mädchen weiter. Die Psychologen aus dem Forscherteam  Chicago haben 17 Lehrinnen sowie rund 120 ihrer Schüler(innen) aus der ersten und zweiten Klasse beobachtet. Es ging zunächst um die Einstellung der Lehrerinnen zu dem Fach Mathematik. Je unsicherer sich diese fühlten, desto eher glaubten Mädchen nach dem abgelaufenen Schuljahr, Jungen können besser rechnen, sie aber besser lesen.

Was nehmen wir daraus mit? Mädels sind nicht von Geburt aus Mathe-Nieten, sondern wenn sie genug Selbstbewußtsein haben – an sich glauben – dann sind sie natürlich auch in Mathe gut dabei! Also Mädels: nicht nur lesen, sondern sich tapfer  den großen Fragen der Mathematik zuwenden!

Spannend wäre nun eine Studie zum Verhalten von männlichen und weiblichen Führungskräften und was das mit Mitarbeitern macht…….

Wer hätte das gedacht…..

17. Januar 2010

Todsünden gibt es nicht nur in der Bibel (an diese Todsünden wird ja neuerdings ständig erinnert) sondern laut Online-Umfrage einer Bürovermietungsfirma auch in der Arbeitswelt, konkret im Büro.

Ich beginne mit den ersten Plätzen dieses Sündenkataloges:

Rauchen und Alkohol am Arbeitsplatz;

schlechte Gerüche und stinkendes Essen (armer Döner);

übler Körpergeruch sowie nackte Füsse!!!;

Schmutz in der Teeküche, abgelaufene Lebensmittel im Büro-Kühlschrank und das konsequente Ignorieren der Klobürste (ja wozu ist sie überhaupt da?);

Unpünktlichkeit und Telefonbelästigung(also nicht nur im ICE sondern auch im Büro), also ewiges Dummgeschwätz/müll (am besten noch privat);

Klatsch und Tratsch;

überfüllte Mülleimer, die nicht geleert werden sowie Musik am Arbeitsplatz;

faule Kollegen, die Papierstaus hinterlassen (wo auch immer:)) sowie

Kollegen, die permanent ungefragt ihre Kommentare zu all und jedem abgeben.

Na dann: eine schöne Woche!!! Und nicht vergessen: im Winter gibt es schnell kalte Füße!