Pareto – was ist das denn?

Also, es handelt sich hier nicht um ein modisches Bekleidungsstück, sondern um einen sehr altmodischen Mann. Ich habe ihn leider nicht kennengelernt, denn sonst hätte ich die Gelegenheit genutzt, mich für seine geniale Idee zu bedanken.

Deshalb weiß ich nicht: war dieser Mann attraktiv, interessant oder gar langweilig? Eines weiß ich: irgendwie war er genial und seit ca.100 Jahren weilt er nicht mehr unter uns.Also: wer ist denn dieser Herr Pareto?

Er hat das sogenannte 80/20Gesetz entwickelt.Ein Ökonom, der immerhin schon damals wußte, daß der Wohlstand einer Gesellschaft extrem ungleich verteilt ist. 80% des Reichtums und Einkommens sind im Besitz von 20% der Bevölkerung. Dieses mathematische Gesetz (Paretoprinzip) läßt sich auch tatächlich auf alles mögliche in unserem Leben übertragen:

80% der Ergebnisse, die erzielt werden, resultieren aus 20%des gesamten Aufwandes, der (auch zeitlich) geleistet wurde;

80% der Unternehmensgewinne werden mit 20% der Produkte erwirtschaftet (jetzt in der Krise endlich nachvollziehbar und verstanden!!!);

80% der Aktiengewinne werden von 20% der Anleger gemacht (wer hätte das gedacht, daß diese Erkenntniss schon soooo alt ist);

Ja, aber genau dieses Prinzip läßt sich auf unser Zeitmanagement, unseren Arbeitsaufwand usw. umsetzen.

Was will uns das Gesetz damit sagen?  Mangel an Zeit ist im Grunde Mangel an Prioriätensetzung – und keine Zeit zu haben, ist leider noch immer chic!!

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Eine Antwort zu “Pareto – was ist das denn?”

  1. Martin Luther sagt:

    Bei Pareto von Gesetz zu sprechen halte ich für abenteuerlich.
    Vilfredo Pareto gilt als Vertreter der Lausanner Schule der volkswirtschaftlichen Neoklassik und lehrte auch als Professor an der Lausanner Uni. Dort begann die Mathematisierung der Ökonmie, wie auch der Vermischung mit naturwissenschaftlichen Phänomenen, um die Ökonomie, im Sinne derer darzustellen, die die 20% waren und heute noch immer sind.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Vilfredo_Pareto
    Vilfredo Pareto untersuchte die Verteilung des Volksvermögens in Italien und fand heraus, dass ca. 20 % der Familien ca. 80 % des Vermögens besitzen. Banken sollten sich also vornehmlich um diese 20 % der Menschen kümmern und ein Großteil ihrer Auftragslage wäre gesichert. Daraus leitet sich das so genannte Pareto-Prinzip ab. Und Vili entwickelte somit eine „Elite-Theorie“ mehr nicht. (Reinste Apologetik das.) Dieses wurde fortan dann sehr gerne genommen, von den 20%, um die Verhältnisse derer die herrschen, zu begründen. „Die Gottgewollte Armut“ seitens der Popenklicken war den sich verändernden gesellschaftlichen Verhältnissen nicht mehr adäquat genug! Also musste auch eine scheinbar wissenschaftliche Erklärung her. Für diese „Leistung“ bekam Pareto, als Belohnung, auch die Professur in Lausanne.
    Die Übertragung dieser Erkenntnis, die überhaupt kein Prinzip und schon gar kein Gesetz sein kann, weil umstritten und in allen Bereichen widerlegt, bei denkenden Menschen, auf die Dinge des täglichen Wahnsinns, halte ich für abenteuerlich. Ist weder Zielführend bei diesen unsäglichen Zeitmanagement Modellen noch bei anderen Verteilungen. Auch die Anlehnung an mathematische Vereilungen ist sinnlos, da nicht nachweisbar

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