Archiv für die Kategorie ‘Acoaching’

UBUNTU

Dienstag, 10. August 2010

An Managementmethoden mangelt es nun mal nicht. Das zeigt sich zunehmend in Globalisierung mit ihren unterschiedlichen kulturellen Einflüssen, also sozusagen im Cross-Management.

Hier spielen hauptsächlich asiatischen Managementmethoden und –Philosophien seit Jahren eine immer größer werdende Rolle.

Wer hätte aber gedacht dass auch ein Blick Richtung Kontinent Afrika geworfen wird? Afrika wird per se Führungsstärke oder gar Managementmethoden abgesprochen, weshalb ja auch alle genau wissen, warum der Kontinent da steht, wo er steht.

In einigen Teilen Afrikas (es ist ja kein Land, wie fälschlicherweise oft dargestellt sondern ein Kontinent, bestehend aus vielen Ländern) kennt man die UBUNTU-Philosophie. Klingt zumindest schon mal schön exotisch, nur was ist denn das schon wieder?

Ubuntu, eine alte afrikanische Philosophie fußt auf der Grundlage, dass alle Menschen eine große Familie sind, und auf dem Hintergrund des Respekts der Familie jeder, unabhängig von seiner Position und Hierarchie, mit entsprechendem Respekt zu behandeln ist. Zu diesem Thema schreiben Stephen Lundia und Bon Nelson ein wunderschönes Buch, aufbauend auf eine fiktive Geschichte, in der Höflichkeit und Respekt wieder zurück kehren. Das mag naiv klingen, aber was motiviert Sie denn? Unhöflichkeit und Respektlosigkeit, auch wenn das von Hardlinern gerade wieder abgefeiert wird? Wenn wir in großen Unternehmen selbstverantwortliche, denkende Menschen haben, dann dürften ihnen diese Werte im Umgang mit Mitarbeitern eigentlich auch wichtig sein. Eine alte Weisheit: Motivation erfolgt über Anerkennung und der Mensch sollte nicht nur auf dem Papier im Mittelpunkt stehen.

(Stephen C.Lundin, Bob Nelson: Ubuntu! So arbeiten Ihre Teams entspannt und effektiv zusammen).

Konflikte…oh wie unangenehm……

Montag, 26. Juli 2010

Und woran nun erkenne Sie, ob es sich um einen Konflikt handeln könnte?

Ablehnung, Widerstand;

Rückzug, Desinteresse;

Gereiztheit, Aggressivität, Feindseligkeit;

Intrigen, Gerüchte;

Sturheit, Unnachsichtigkeit;

Formalität, Überkonformität;

Körperliche Symptome, Krankheit.

Konflikte sind Chancen, die meistens alle Beteiligten weiter bringen!

Hurra, endlich Führungskraft!

Montag, 21. Juni 2010

Langersehnt und nun geklappt: Sie sind Führungskraft und das per sofort. Ihr Team besteht aus sechs Mitarbeitern und Sie wissen, Ihnen geht es genauso wie anderen auch: eine gewisse Schonfrist wird Ihnen von unten und oben eingeräumt- sagen wir mal die legendären 100 Tage – und dann muss alles gut funktionieren, entsprechend hoch ist der Druck, was also tun?

Schritt 1 : Klären Sie in ihre Rolle. Wer bin ich, was erwarte ich, wie verstehe ich Führung. Machen Sie sich klar,

was macht meine Identität aus?

Schritt 2: Was erwartet mein Chef von mir? Zum Beispiel: Kosten sparen, mehr Umsatz bringen. Damit Sie sich sicherer zu fühlen, bitten Sie Ihren Chef um Vorgabe messbarer Ergebnisse um klar umrissene Rahmenbedingungen.

Schritt 3:  Klären Sie die Erwartung Ihrer Mitarbeiter Ihnen gegenüber. Sie selber sind in der Rolle eines „Hamburgers“, Druck von oben und von unten. Erwartung von Mitarbeitern und Teammitgliedern können Sie erfahren, indem Sie miteinander und nicht übereinander reden, indem Sie wirklich zuhören und das über Nachfragen klären, was Ihnen unverständlich ist. Gehen Sie auf Ihre Mitarbeiter zu!

Schritt 4: Was erwarten Sie von Ihrem Chef? Auch das  sollten Sie sich deutlich machen. Dabei geht es um Unterstützung und Transparenz. Sind diese Elemente nicht geklärt, dann kann es schnell zu einem Crash kommen.

Schritt 5: Was erwarten Sie von Ihren Mitarbeitern? Klären Sie mit allen gemeinsam. Entwickeln Sie Spielregeln. Arbeiten Sie offen in einer Feedback-Runde, schließlich wollen Sie gemeinsam weiter kommen!

Die-Erfolgsbegleiterin®

Ziele…

Sonntag, 30. Mai 2010

Ich werfe einen Stein so weit ich kann und folge ihm zum Ziel.

Wolfgang Joop

Klarheit im Alltag

Sonntag, 02. Mai 2010

Eine Managerweisheit besagt: man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber den Tagen mehr leben. Und diese Weisheit gilt letztendlich für die meisten Menschen.

Glück, Zeit und Aufmerksamkeit sind in unserer Gesellschaft zu knappen Gütern geworden, nicht Autos oder Mobiltelefone.” Das sagte der Zukunftsforscher Matthias Horx, 2009.

Was kann das im Alltag bedeuten? Zunehmend beschäftigen sich Wissenschaftler, Soziologen und Politologen mit dem Thema Spiritualität. Spiritualität soll hier verstanden sein als Umgang mit Achtsamkeit mit sich und anderen, Umgang mit unseren Emotionen, Umgang mit Weisheit, Umgang mit Nachhaltigkeit, Umgang mit nachhaltiger Ökologie und Ökonomie. Es handelt sich hier um unterschiedliche, vielfältige  Ansätze, die Buddha bereits vor über 2600 Jahren in sein Denken einbezog.

Für uns kann das im Alltag heißen: Achtsamer mit sich selbst umgehen, denn nur so kann ich achtsam mit meinem Gegenüber umgehen. Klingt sehr einfach, jedoch steckt dahinter die Auseinandersetzung mit sich. Das ist übrigens nicht zeitaufwendiger, als sich ständig über andere Menschen oder schlechte Bedingungen aufzuregen.

Wenn wir  uns genau diese Zeit  zu nutze machen, indem wir einen Moment nach innen schauen, in dem wir meditieren oder indem wir uns ernsthaft mit unseren Gefühlen auseinander setzen, dann ist das eine echte Bereicherung oder ökonomisch ausgedrückt, ein enormer Zugewinn. Diese Bereicherung wirkt sich mittel- und langfristig auf unser Stressverhalten, unsere innere Einstellungen zu unterschiedlichen Fragen  – also insgesamt – positiv aus. Wir strahlen nach außen Gelassenheit aus, was nicht heißt, Langsamkeit oder Langeweile (wurde in einem Coaching befürchtet).

Wir sollten diesen Paradigmenwechsel hin zu “Time is life” umsetzen, nämlich Zeit und Lebenszeit in Balance zu bringen.

Eine alte chinesische Weisheit lautet:

Es ist müßig, über vergossene Milch zu klagen.

Also fangen Sie an, noch heute: wieviel Zeit verwenden Sie für sich (nur für sich), für Ihre Familie und Ihre Freunde, wieviel Zeit verwenden sie um sich mit Sinn- und Zukunftsfragen auseinander zu setzen?

Der neue Mitarbeiter kommt….was nun?

Sonntag, 14. Februar 2010

Auch in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten ist es realistisch, daß wir neue Mitarbeiter begrüßen können. Dabei sollte die Führungskraft bestimmte Dinge im Auge behalten, um den “Einstieg” für den der/die kommt,besser zu gestalten. Nichts ist schwieriger, als neu in eine Gruppe zu kommen (altersunabhängig … erinnern Sie sich einfach an Ihre Schulzeit).

Was also ratsam?

Führen Sie am ersten Tag ein Orientierungsgespräch mit dem/der neuen MitarbeiterIn. Dabei sollten Sie in die Firmenphilosophie einführen;

den Aufgaben- und Verantwortungsbereich detailliert zu beschreiben, und Ihre Erwartungshaltungen eindeutig benennen;

gemeinsam die Einführungswoche besprechen (Aufgaben zuteilen) und den ersten Feedback-Termin vereinbaren;

die ersten wichtigen Kontakte herstellen, idealerweise zu einer kleine Besprechungsrunde einladen, wo alle aus der Orga-Einheit die Gelegenheit haben, sich nochmal vorzustellen und “der Neue” ebenfalls. Wichtig ist, Offenheit herzustellen, um so von Beginn an eine Vertauensgrundlage zu schaffen;

idealerweise sollte dem/der Neuen ein Mentor zur Seite gestellt werden.

Leider zeigt die Realität, daß zuwenig Zeit für diese Einführung bleibt bzw. sich diese Zeit so gut wie selten genommen wird. So ist die erste Zeit oft ein “durchwurschteln”, was für keine Seite effizient oder effektiv ist.

Investieren  Sie sich für einander mehr Zeit, diese Zeit bekommen Sie doppelt zurück.

Blick nach vorne

Montag, 14. Dezember 2009

“Wenn ich immer nur auf die Zahlen gucke, dann gefährde ich unter Umständen meine Zukunft…..”..eine weise Einsicht einer Führungskraft während einer Coachingsitzung.

Wichtig ist, den Gesamtüberblick zu wahren, aber auch, sich gemeinsam mit den Mitarbeitern Ziele zu setzen. Ich fragte letztens eine Führungskraft, wie denn die Ziele für das kommende Jahr lauten und löste damit Irritation aus.

Ziele sind nicht in Zahlen allein zu gießen, sondern es gibt auch sogenannte weiche Ziele, die nicht zu unterschätzen sind, weil es sich hier um Motivation, Umgang miteinander, Optimierung von Abläufen handelt.

Nutzen Sie die Zeit des Nachdenkens auch, sich Gedanken um Ihre Ziele und die Ziele Ihrer Abteilung zu machen. Schreiben Sie diese Ziele auf, anschließend bewerten Sie diese und bekommen so eine gute Vorlage der Prioritäten. Alles nichts neues, werden Sie denken: aber warum halten sich so wenige daran….??

Haltungen

Mittwoch, 02. Dezember 2009

Gestern in einem Geschäft eine interessante Begegnung: Tochter, nach eigenen Aussagen 6 Jahre alt und Mutter (Alter unbekannt ). Beide sahen wir unterschiedliche Zwillinge aus, ein großes und ein kleines Mädel. Die Mutter suchte etwas zum Anziehen, was mindestens so cool sein sollte, wie das, was die Tochter angezogen hatte. Naja, es scheint wohl doch zu stimmen: kleine Mädels wollen schnell groß werden und große Mädels wollen nicht altersgerecht werden.

Das war auch letztens das Thema bei einem Coaching: nicht das altersgerechte Verhalten (was auch immer das ist) sondern: welche Rolle soll ich spielen oder einnehmen?

Es ging hier um die Klärung der Rolle als Storemangerin.Welche Rolle sollte sie einnehmen. Sollte sie eine Rolle spielen oder eine Haltung einnehmen. Eine Haltung einnehmen gegenüber ihren Mitarbeiterinnen, gegenüber ihren Kundinnen oder die Rolle spielen, immer positiv drauf zu sein, alles cool zu finden, sich den Gegebenheiten anpassen, um so vermeintlich kundenfreundlich zu sein? Oder soll sie die Haltung einnehmen, die Kunden ernst nimmt, sie wertschätzt aber ihnen auch mal ein “nein” entgegen hält.

Das ist nicht nur das Thema einer Storemanagerin, sondern unser aller Thema: Haltung oder Rolle? Oder wie fülle ich meine Rolle mit einer Haltung aus?

Immerhin gerade in der vorweihnachtlichen Zeit mal wieder eine Frage zum Nachdenken. Müssen wir ständig re-agieren, indem wir uns so verHALTEN wie andere es von uns erwarten oder sollen wir agieren (immerhin hat agieren etwas mit Selbstverantwortung zu tun). Muß ich alles, was von mir erwartet wird, in der Adventzeit mitmachen (Reaktion)? Weihnachtsmärkte gut finden, Glühwein mögen, Einkaufsräusche mitmachen? Klar, keine neuen Überlegungen, nur: irgendwie findet jedes Jahr wieder das gleiche statt. Keiner will bei den Konsumschlachten dabei gewesen sein, alle gehen cool mit Weihnachten um – ein Verwirrnis zwischen den Überlegungen; welche Rolle soll ich da einnehmen – oder welche Haltung.

Und wieder grüßt der Schweinehund…..

Donnerstag, 30. Juli 2009

SchweinhundeSelbstmotivation – ein Schlüssel, um sich in schwierigen Zeiten zu strukturieren mit dem Ergebnis, sich dann auch motiviert zu haben.

Hier ein paar Anregungen:

Planen Sie stets schriftlich – also per Stift und Block oder elektronisch , ja nachdem, was gerade vorhanden ist.
Das entlastet unser Gehirn, läßt uns auch überprüfen, wieweit wir gekommen sind. In dieser Planung sollen Details bzw. Schritte schriftlich festgehalten werden. Unser Hirn trixt uns gerne mal aus…entweder hilft es bei der Verdrängung oder aber durch negative Gedanken werden positive Schritte kaputt gedacht.

Setzen Sie Prioritäten.

Nur wenn Sie sich darüber im klaren werden, wie die Schrittfolge sein soll, werden Sie Erfolg haben.

Teilen Sie Ihre Ziele in kleine Schritte auf.

Das ist so, als wenn Sie sich frisches Brot kaufen. Nur weil es so lecker duftet, vielleicht noch warm ist, essen Sie es nicht in einem auf, sondern schneiden sich Scheiben ab (würden Sie in einem Stück essen, dann dürfte es Ihnen ziemlich schlecht werden).

Legen Sie Ihr Vorgehen detalliert fest.

Um Ihre Ziele zu erreichen, müssen Sie handeln, denn kein Ziel verwirklicht sich von selbst (leider…und da ist der innere Schweinehund wieder beleidigt). Da können die Fragen “wen” oder “was” benötige ich zur Erreichung meines Ziels sehr wichtig sein.

Setzen Sie Ihre Ziele um!!

Gerade die Verschriftlichung hilft, sich diszipliniert um die Umsetzung zu kümmern. Was nützen die tollsten Ziele, wenn vielleicht täglich neue hinzu kommen,  diese aber nicht umgesetzt werden? Das liegt dann an Ihnen (Ihrem Schweinehund), nicht an den anderen und schon gar nicht an den Umständen!

Wenn dann der Erfolg eingetroffen ist, weil Sie Ihr Ziel erfolgreich umgesetzt haben dann:

Freuen Sie sich über Ihren Erfolg und feiern Sie Ihren Erfolg!

Pareto – was ist das denn?

Donnerstag, 09. Juli 2009

Also, es handelt sich hier nicht um ein modisches Bekleidungsstück, sondern um einen sehr altmodischen Mann. Ich habe ihn leider nicht kennengelernt, denn sonst hätte ich die Gelegenheit genutzt, mich für seine geniale Idee zu bedanken.

Deshalb weiß ich nicht: war dieser Mann attraktiv, interessant oder gar langweilig? Eines weiß ich: irgendwie war er genial und seit ca.100 Jahren weilt er nicht mehr unter uns.Also: wer ist denn dieser Herr Pareto?

Er hat das sogenannte 80/20Gesetz entwickelt.Ein Ökonom, der immerhin schon damals wußte, daß der Wohlstand einer Gesellschaft extrem ungleich verteilt ist. 80% des Reichtums und Einkommens sind im Besitz von 20% der Bevölkerung. Dieses mathematische Gesetz (Paretoprinzip) läßt sich auch tatächlich auf alles mögliche in unserem Leben übertragen:

80% der Ergebnisse, die erzielt werden, resultieren aus 20%des gesamten Aufwandes, der (auch zeitlich) geleistet wurde;

80% der Unternehmensgewinne werden mit 20% der Produkte erwirtschaftet (jetzt in der Krise endlich nachvollziehbar und verstanden!!!);

80% der Aktiengewinne werden von 20% der Anleger gemacht (wer hätte das gedacht, daß diese Erkenntniss schon soooo alt ist);

Ja, aber genau dieses Prinzip läßt sich auf unser Zeitmanagement, unseren Arbeitsaufwand usw. umsetzen.

Was will uns das Gesetz damit sagen?  Mangel an Zeit ist im Grunde Mangel an Prioriätensetzung – und keine Zeit zu haben, ist leider noch immer chic!!