Klarheit im Alltag

02. Mai 2010

Eine Managerweisheit besagt: man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber den Tagen mehr leben. Und diese Weisheit gilt letztendlich für die meisten Menschen.

Glück, Zeit und Aufmerksamkeit sind in unserer Gesellschaft zu knappen Gütern geworden, nicht Autos oder Mobiltelefone.” Das sagte der Zukunftsforscher Matthias Horx, 2009.

Was kann das im Alltag bedeuten? Zunehmend beschäftigen sich Wissenschaftler, Soziologen und Politologen mit dem Thema Spiritualität. Spiritualität soll hier verstanden sein als Umgang mit Achtsamkeit mit sich und anderen, Umgang mit unseren Emotionen, Umgang mit Weisheit, Umgang mit Nachhaltigkeit, Umgang mit nachhaltiger Ökologie und Ökonomie. Es handelt sich hier um unterschiedliche, vielfältige  Ansätze, die Buddha bereits vor über 2600 Jahren in sein Denken einbezog.

Für uns kann das im Alltag heißen: Achtsamer mit sich selbst umgehen, denn nur so kann ich achtsam mit meinem Gegenüber umgehen. Klingt sehr einfach, jedoch steckt dahinter die Auseinandersetzung mit sich. Das ist übrigens nicht zeitaufwendiger, als sich ständig über andere Menschen oder schlechte Bedingungen aufzuregen.

Wenn wir  uns genau diese Zeit  zu nutze machen, indem wir einen Moment nach innen schauen, in dem wir meditieren oder indem wir uns ernsthaft mit unseren Gefühlen auseinander setzen, dann ist das eine echte Bereicherung oder ökonomisch ausgedrückt, ein enormer Zugewinn. Diese Bereicherung wirkt sich mittel- und langfristig auf unser Stressverhalten, unsere innere Einstellungen zu unterschiedlichen Fragen  – also insgesamt – positiv aus. Wir strahlen nach außen Gelassenheit aus, was nicht heißt, Langsamkeit oder Langeweile (wurde in einem Coaching befürchtet).

Wir sollten diesen Paradigmenwechsel hin zu “Time is life” umsetzen, nämlich Zeit und Lebenszeit in Balance zu bringen.

Eine alte chinesische Weisheit lautet:

Es ist müßig, über vergossene Milch zu klagen.

Also fangen Sie an, noch heute: wieviel Zeit verwenden Sie für sich (nur für sich), für Ihre Familie und Ihre Freunde, wieviel Zeit verwenden sie um sich mit Sinn- und Zukunftsfragen auseinander zu setzen?

Frauen (ticken) klicken anders

19. April 2010

In Deutschland bloggen zwar etwa gleich viele Männer und Frauen, aber eine breitere Aufmerksamkeit wird fast ausschließlich männlichen Bloggern zuteil. Das ist ein Ergebnis einer Konferenz, die in Berlin statt fand und zwar von der Szene der deutschsprachigen Bloggern.

Unter den TOP 100 finden sich gerade 20 Frauen. Woran mag das wohl liegen? Ein Grund könnten die Themen der Autorinnen sein. Frauen beschäftigen sich in ihren Blogs nicht unbedingt mit technischen oder politischen Themen, sondern schreiben eher persönlicher, aber dafür auch thematisch vielfältiger.

Wer hätte das gedacht: das Knüpfen männlicher Seilschaften funktioniert sogar im Netz, und das noch weit aus ungestörter als in der herkömmlichen Medienwirtschaft, das vermutet die Soziologin Anne Roth. Männer verlinken sich häufiger auf Blogs von Männern. Ich dachte immer, diese Zeiten seien überwunden.Vielleicht hat es nach wie vor etwas mit Solidarität unter Frauen zu tun? Jedenfalls wird mir häufig ERZÄHLT: interessant was Du da so schreibst, aber irgendwie habe ich nicht den Draht darauf zu reagieren. Schade!

Dann danke ich all denen, die sich überwinden und auch mal ihren Kommentar zu meinen Blogbeiträgen geben. Da bloggen ein Hobby ist, werde ich es weiter betreiben, übrigens genau wie Männer. Ein Betreiber einer Seite meinte, Frauen fehle häufiger die Zeit zum Schreiben. Naja, da kann ich nur mit den Augen zwinkern und mach auf jeden Fall weiter.

Das Wunder der Wolke

17. April 2010

Wer hätte das gedacht? In unserer technisch und organisatorisch durchgestylten Welt hält eine Wolke uns in Atem, nein, sie lässt uns in Ruhe atmen, nämlich indem sie unser Dauertempo raus nimmt. Nichts geht mehr…und das Atmen dieser Wolke soll sogar gesund sein, weil es Mineralien enthält und nicht die Asche der verbrannten Gelder Island, wie es so nett von der witzelnden Twittergemeinde behauptet wird.

Die globale Zwangspause wird offensichtlich gut angenommen, wenn wir den Bildern glauben können. Ein freundlicher Campingurlaub auf dem Internationalen Flughafen Frankfurt. Das sind Erlebnisse, die kein noch so gut geplanter Abenteuerurlaub bieten kann!! Vor allem diese Klappbetten werden ja dankbar angenommen, also sind wir doch alle gar nicht  so unflexibel, wie manchmal behauptet wird.

Wer rechnet schon damit, dass eine Wolke aus Vulkanasche so eine positive Auswirkung hat. Fahrgemeinschaften gründen sich spontan auch über alle Hierarchiestufen hinaus.

Diese Wolke beweist, ein kleiner Anlass weit weg von uns kann uns sozusagen schachmatt setzen und gemeinschaftliche Erlebnisse mitbringen. Ob uns die Natur  vielleicht doch mal wieder an sich erinnern möchte….und diese Wolke hält sich auch nicht mal an das Rauchverbot. So haben wir derzeit nicht Sand, nein Staub im Getriebe und eine beeindruckende Ruhe am Himmel.

Die jungen Wilden….oder die Generation me….

07. April 2010

Nach und nach wird altersbedingt die Generation der Vielarbeiter abdanken. Diese Generation identifizierte sich über das besondere Gefühl der Leistung (bis zum Zusammenbruch) und Status.

Dazu gehörte vor allem die Tatsache „keine Zeit“ zu haben. Jemand der zeit hat, ist ein Verlierer, ein Mensch, der keine Zeit hat, ist begehrt und immer gut im Geschäft. Der Stolz ist die 80 Stunden Woche, selbst wenn hier weder Effizienz noch Effektivität beachtet wurden (denn niemand kann so dauerhaft fehlerfrei und entspannt etwas leisten).

Jetzt klopfen die ganz Jungen an, die genau diese Leistungsgegenration als Vorbilder und vielleicht als Eltern hatten.

Deren Vorstellungen und Ansprüche stehen fast diametral den oben genannten gegenüber. Nach einer weltweiten Befragung von 18 bis 25 jährigen ((Johnson Controls) kam interessantes zutage: Erwartet wird das Life-Balance-Programm des zukünftigen Arbeitgebers, soll heißen, sehr flexible Arbeitszeiten, kurze Arbeitszeiten, damit genügend Zeit für das Leben bleibt. Für Freunde, Familie, Reisen und Fitness. Eigene große Büros sind genau so selbstverständlich wie die Forderung an eine gute Position sowie ein überdurchschnittliches Gehalt. Klingt vielleicht sehr anspruchsvoll, aber es wird eine Generation kommen, die noch nie so gut ausgebildet war, denn nur diese werden sich auf Sicht um derartige Positionen bewerben.

Fazit: die  „Generation me“ wird sehr viel individualistischer leben wollen, als bisher…vielleicht liegt das doch an den Vorbildern???

Frühling

24. März 2010

dscf0141Leben ist nicht genug, sagt der Schmetterling.

SONNENSCHEIN, FREIHEIT und eine kleine BLUME gehören dazu.

Hans Christian Andersen

Service und Menschen

20. März 2010

Typische Fehler, die Sie im Service vermeiden können……

Egal, wie gut Ihr Angebot ist: wenn Sie nicht auf Ihre Kunden eingehen, bleiben diese weg.

Was also sind die Fettnäpfchen im Umgang mit Kunden?

Zuviel reden: Sie gehen nicht auf den Kunden ein, sondern versuchen ihm etwas aufzuschwatzen. Vielredner überhören, was der Kunde wirklich will! Machen Sie Pausen, bieten Sie ihrem Kunden die Möglichkeit Fragen zu stellen oder das Gehörte zu verarbeiten. Vergessen Sie bitte nie: wie geht es Ihnen damit, wenn Sie den Eindruck haben, Ihnen wird nicht zugehört, auf Sie geht niemand ein?

Fragen statt sagen: Fragen stellen, um besser herauszufinden, was will der Kunde wirklich?

Seien Sie entspannt: Wenn Sie persönlichen Kontakt haben, dann seien Sie ausgeruht und damit entspannt. Nur so können Sie gelassen auf Ihren Kunden eingehen und ihm vermitteln, dass Sie ihn ernst nehmen.  Seien Sie in Ihrem Erscheinungsbild gepflegt. Beides hat etwas mit Wertschätzung dem Kunden gegenüber zu tun. Ein individueller Kleidungsstil ist etwas interessantes, nur sollten Sie sich dabei an gewissen Normen halten, die im Geschäftsleben üblich sind.

Keine Umgangsformen: Auf gute Manieren wird zunehmend mehr Wert gelegt, so dass Sie dem Kunden mit guten Manieren sicherer entgegen treten können und angenehmer wirken. Nicht nur in der Kleidungsfrage, sondern auch beim Abnehmen vom Mantel, bei dem Aufhalten von Türen usw…..

Feedback: Holen Sie sich Rückmeldungen: wie wirken Sie nach außen? Rückmeldungen sollten Ihnen nicht nur Ihre Fans geben.

Fertigen Sie ihre Kunden nicht ab, in dem Sie besserwisserisch sind, ihn von oben herab ansprechen oder dem Kunden das Gefühl geben, für ihn keine Zeit zu haben.

Achtung Urteil: Vergessen  Sie niemals: hinter jedem Kunden kann auch ein „Millionär“ stecken, der es nur nicht zeigt…..

Lassen Sie Ihre Kunden nicht warten. Egal ob Sie Arzt sind oder Verkäufer Unnötiges Warten kommt nicht gut an. Der Kunde wartet dann gerne, wenn Sie ihm kurz einen gewichtigen Grund nennen, und dann die Wartezeit nicht überstrapazieren.

Fehlendes Fachwissen: Was Kunden besonders verärgert, ist eine unqualifizierte Beratung. Niemand erwartet von Ihnen, dass Sie alles wissen. Aber es kann erwartet werden, dass Sie sich dann Informationen beschaffen. Wenn der Kunde merkt, dass er unqualifiziert beraten wird, wird er vom Kauf zurücktreten, gar nicht kaufen oder Ihr Geschäft nie wieder betreten.

Unabhängig, ob Sie in eigener Sache handeln oder als Verkäufer für andere tätig sind, machen Sie sich klar, dass Sie eine verantwortungsvolle Aufgabe dem Kunden gegenüber haben. Sie sollen Ihren Kunden nicht nach dem Mund reden, sondern der Kunde soll mit dem guten Gefühl entlassen werden, dass er ernst genommen, dass sein Anliegen verstanden und ihm in seinen Wünschen Respekt gegenüber gebracht wurde.

Verkaufen macht Spaß und die Freude daran beginnt bei Ihnen und Ihrer Einstellung. Ein Lächeln entspannt Sie, kostet nichts  und Sie machen damit anderen und sich Freude!

Spiritualität

15. März 2010

Glück, Zeit und Aufmerksamkeit sind in unserer Gesellschaft zu knappen Gütern geworden, nicht Autos oder Mobiltelefone.” Zukunftsforscher Matthias Horx, 2009

Deshalb beschäftigen sich zunehmend neben Äbten mehr Wissenschaftler, Soziologen und Politologen mit dem Thema Spiritualität. Spiritualität soll hier verstanden sein als Umgang mit Achtsamkeit mit sich und anderen, Umgang mit unseren Emotionen, Umgang mit Weisheit, Umgang mit Nachhaltigkeit, Umgang mit nachhaltiger Ökologie und Ökonomie. Es handelt sich hier um viele Ansätze, die Buddha bereits vor über 2600 Jahren in sein Denken einbezog. Zunehmend rückt bei Managern des Lebens und Managern im Beruf das Thema in den Focus, denn warum finden Seminare in Klöstern hohen Zulauf. Einer, der diesen Weg schon lange beschritten und bereitet hat, ist Willigis Jäger der versucht, west-östliche Weisheiten miteinander zu verknüpfen. Sein neuester Sammelband beschäftigt sich mit dem Thema „Zen@work“. Besonders empfehle ich in diesem Zusammenhang ein Buch von Prof. Dr. Barbara Mettler v. Meibom „Spirituelles Selbstmanagement“. Hier wird sehr deutlich, wie wichtig Meditation ist, um Klarheit zu erlangen, damit wir Ausrichtung und Orientierung finden.

Westöstliche Weisheiten verknüpfen den Kern aller spirituellen Wege, unabhängig welcher Religion Sie sich zugehörig fühlen (oder auch nicht). Im Mittelpunkt steht die Achtsamkeit, die besonders zu erfahren ist über Meditation.

In München fand eine Frauenkonferenz statt zum Thema „The light of leadership“. Angeleitet von Regina Bönsel und Regina Hunschok (www.artofliving.de) . Interessant war die Zusammensetzung der Frauen die an der Konferenz teilnahmen: von Managerinnen, Unternehmerinnen bis hin zu Geistheilerinnen. Das Projekt „Light of leadership“ soll Inspiration geben für Mut, Spiritualität, Weisheit und Herzensqualität in den Zusammenhängen, in denen wir wirken. Spiritualität und Weisheit sind verbunden mit Nachhaltigkeit in Ökonomie und Ökologie und dem bewussten Umgang der Ressourcen von Mensch und Natur. Wie gehen wir miteinander um? Respektvoll und mit Wertschätzung. Was ist uns wichtig und welche Haltung nehmen wir dazu ein?

Älter werde ich später

11. März 2010

Das ist ein schönes Motto, nur wenn es mal so einfach wäre. Selbst wenn in der Eigenwahrnehmung das Alter noch nicht sichtbar wird (Haltung, Ausdruck, Sprache, Stimme) so ist es ein schlichter Ablauf des Lebens, dass wir alle älter werden, egal wie wir versuchen, diesen Vorgang aufzuhalten. Man spricht von Vergänglichkeit, die uns lebenslang begleitet. Freundschaften können vergänglich sein, Orte, an denen wir uns aufhalten, Augenblicke….Heutzutage wird von jungen Alten und von alten Alten gesprochen. Klingt gewöhnungsbedürftig, gemeint ist damit die Zeit von 60 bis 80 Jahre und die dann kommt. Junge Alte, in der Werbung best agers genannt, haben heutzutage ganz andere Möglichkeiten als unsere Eltern, vor allem sind wir heute sehr viel länger im Berufsleben.

Hierzu biete ich einen Workshop in München und Mainz mit den Inhalten:

  • Das veränderte Rollenbild;
  • Konkurrenz jung/alt gegen alt /jung?
  • Arbeiten im altersgemischten Team;
  • Wissensmanagement;
  • Das eigene Älterwerden wertschätzend betrachten;
  • Achtsamkeit für die eigenen Bedürfnisse im Berufsalltag entwickeln;
  • Kraftquellen und Ressourcen (wieder) entdecken;
  • Den persönlichen Weg der Gesunderhaltung und Entspannung finden.

an.

Es handelt sich um einen Tag und hier neben Input steht der Erfahrungs-Austausch im Mittelpunkt. Es geht weiter darum, die persönliche Zukunft r geistig neu zu gestalten und gute Wege für sich zu finden, mit neuen Herausforderungen positiv und kreativ umzugehen.

Zuhören

06. März 2010

Es gibt eine Kunst, die Kunst des Zuhörens. Eine Kunst, die immer weniger beherrscht wird. Was ist zu beachten, um ein/e gute/r ZuhörerIn zu werden?

  • Gutes Zuhören erspart mitunter etwas zu sagen, was nicht gesagt werden sollte oder muß.
  • Wer redet, sagt zwar viel; wer zuhört gewinnt viel.
  • Manches Argument ist über gutes Zuhören herauszufinden.
  • Selbst dann, wenn fundamentales Wissen vorhanden ist: es ist positiv, die andere Seite reden zu lassen, wir lernen nie aus! Denn Zuhören erweitert das eigene Wissen.
  • Zuhören bringt nicht nur wertvolle Zeit zum Nachdenken, sondern verschafft oftmals wertvolle Informationen.
  • Zuhören birgt die Chance, mehr persönliche Erfahrungen über den Redner/die Rednerin zu bekommen.

Helden?

01. März 2010

Helden haben ausgedient. Persönliche Schwächen dürfen sein, vor allem Männer dürfen sich diese erlauben, aber können es real nicht. In der anhaltenden Wirtschaftskrise sahen wir viele Helden straucheln, fallen, stürzen. Wir erlebten dies nicht nur im Wirtschaftsleben, sondern auch im Sport (Fußball). Da stellt sich natürlich die Frage, was haben Helden aus dieser Krise mitgenommen? Es geht hier nicht darum, Buhmänner (-frauen) aufzubauen, sondern sich auch bewusst zu machen, was Peter Drucker, Management Vordenker bereits vor Jahren sagte: nämlich: ..”wir überlasten die Menschen an der Spitze”. Zwar sind die heutigen Manager schon besser ausgebildet als die Generationen vor ihnen, aber sie sind konfrontiert mit einer zunehmenden Konkurrenz und zwar von allen Seiten, national und lgobal. Da nützt es nicht, die Depressionen, die Schlaflosigkeit, den Stress mit Tabletten wegzudrücken. Dauerhafte Überforderung kann so nicht gelöst werden. Wenn die Krise etwas aufgezeigt hat, dann hoffentlich die Erkenntnis, viel genauer hinzuschauen, was Helden antreibt.Führungskräfte  dürfen eben nicht nur den Optimierungsblick in das Unternehmen richten, sondern müssen auch nachhaltig die Verantwortung für ihr Tun – eben Raubbau mit menschlichen Ressourcen übernehmen. Leider fehlt es da häufig an Erkenntnis, denn es ist besorgniserregend zu beobachten, dass alles so weitergeht wie bisher.